Das Plagiat

Das Plagiat ist mein erster Roman, und ein Werk, auf das ich wohl immer besonders stolz sein werde:

Die Idee zu dieser Geschichte traf mich aus heiterem Himmel – und sogar lange vor der Guttenberg-Affäre – einmal angefangen, konnte ich die Finger gar nicht mehr stillhalten.

In kurzer Zeit war die Richtung klar: Ich fütterte meine Protagonisten mit teils autobiographischem Hintergrund und meiner eigensten Empathie. Und die Frage, ob es sich bei besagtem Werk tatsächlich um ein Plagiat handeln soll, bleibt bis zum Ende des Romans im Dunkeln. Einen „Roman im Roman“ habe ich selbst bis dato noch nicht erlebt, und viele Leser schenkten mir Hochachtung für diesen Einfall sowie dessen Ausarbeitung.

Aus beruflichen Gründen ruhte mein beinahe fertiges Manuskript fünf lange Jahre, bis ich es im Frühjahr 2015 erneut las und entschied, dass ich es vollenden muss. Muss! Und ich wollte es auf die Welt loslassen. Mir war damals egal, ob ich damit Erfolg haben würde, oder ob irgendwer es mag, aber ich hätte mir nie verziehen, wenn ich diesen Schritt nicht gewagt hätte.

Da ich von Natur aus ein ungeduldiger Mensch bin, verzichtete ich auf die für gewöhnlich langwierige und ernüchternde Verlagssuche. Und weil ich außerdem sehr neugierig bin, las ich mich in die Grundlagen des Selfpublishing ein, und mit wenigen Klicks gab ich letztlich „Das Plagiat“ aus der Hand und hinein in die große weite Buchwelt.

Von da an brach ein spannendes Jahr an – und im Grunde ein neues Leben für mich. Die Rückmeldungen zu meinem Roman hauten mich manchmal regelrecht um! Es konnte gar nicht besser laufen, wenn da nicht …

die Sache mit der Reichweite, des Marketings, der Werbung wäre … Natürlich will man, dass sein Roman, der schon so vielen Leuten gefallen hat, von noch mehr Menschen gesehen und gelesen wird. Er soll in allen Buchhandlungen stehen, in eReader geladen werden, einfach beachtet werden. Man wünscht ihm eine Chance, auf dem Markt zu bestehen. Und das schafft ein einzelner Mensch einfach nicht. Zumindest habe ich keinen adäquaten Weg gefunden.

So entschied ich mich doch noch, meinen Roman einigen Verlagen anzubieten, um zu sehen, was die davon halten würden. Und tatsächlich, nach einigen enttäuschenden Absagen kam von Verlag Nummer Acht die langersehnte Antwort „… daher möchten wir Ihnen heute einen Vertrag anbieten“.

Ich konnte es nicht fassen! Menschen, die tagtäglich mit Büchern und deren Vermarktung zu tun haben, geben meinem Roman eine Chance! Sie sind überzeugt davon, dass ein gemeinsamer Weg beschritten werden kann. Ein größeres Kompliment konnte man mir nicht machen!

Und so ergab es sich, dass mein Roman die Zelte im WWW abbrach, und demächst unter Verlag neu erscheint. Über den Erfolg bei der Verlagssuche, sowie den weiteren Werdegang habe ich in einem weiteren Blogbeitrag berichtet.  Denn ich halte meinen Erfolg nicht einfach für einen Glücksgriff, sondern glaube zu wissen, was dazu geführt hatte …

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