Melanie Weber-Tilse

„Vielen Dank an Daniel, dass ich mich heute vorstellen darf.

Mein Name ist Melanie Weber-Tilse und unter diesem, meinem realen Namen, schreibe ich auch meine Bücher. Ich veröffentliche seit November 2015 meine Bücher im Selbstverlag – Selfpublishing – und ich bereue es nicht, dass ich diesen Schritt gewagt habe.
Ich würde natürlich aus heutiger Sicht und mit dem, was ich dazugelernt habe, die ersten Bücher anders schreiben und vielleicht auch die „Vermarktung“ ein wenig anders gestalten, aber ansonsten liebe ich, was ich tue und bereue nichts, was ich bisher getan habe.
Ich schreibe in fast allen Bereichen. Liebe, Drama, Erotik, Thriller – meistens wild und bunt miteinander gemischt. Das einzige was IMMER gleich ist, ist, dass meine Bücher alle ein Happy End haben. Während der Geschichte darf gelitten und geweint werden, aber am Ende wird alles gut. Dafür garantiere ich und würde es nie anders machen 😉
Mittlerweile habe ich schon mit vielen anderen Autoren zusammen Bücher herausgebracht, regelmäßig schreibe ich aber mit Alisha McShaw, meiner Herzensautorin unter dem Label A & M Books und seit Kurzem mit Kate Franklin, meiner zweiten Herzensautorin.

Wer mag, kann sich auf meiner Homepage, auf Facebook oder natürlich Amazon umschauen und vielleicht ist ja für den ein oder anderen eine Lektüre dabei, die ihn für einige Stunden aus dem Alltag entführt.“

Newsletter-Archiv: Juli 2017

 

Was gibt es Neues?

Am 11. Juni besuchte ich die 1. Buchmesse in Hofheim-Wallau. Da parallel die Documenta in Kassel sowie der Hessentag in Rüsselsheim stattfand, hatten es die Veranstalter und Aussteller mit besonders harter Konkurrenz zu tun. Nichtsdestotrotz haben die Verantwortlichen eine besondere Veranstaltung geboten, mit einem Rahmenprogramm, das sich sehen lassen konnte. Allen voran die Autorinnen und Autoren haben durchweg ihr Bestes gezeigt, sehr schöne Stände präsentiert und – das Wichtigste – sichtbar viel Spaß gehabt. Besonderer Vorteil für mich: Da so wenig los war, konnte ich die Messe vollends in Ruhe genießen, und überall hatte man für mich Zeit für einen Plausch 🙂
Dass da noch viel Luft nach oben ist, ist allen klar. Aber als gelungen kann man bereits diese erste Buchmesse durchaus bezeichnen! Und das Beste daran: Der Termin für 2018 steht bereits fest! Ich freue mich jedenfalls sehr darauf, und wer weiß? Vielleicht stelle ich dann bereits ebenfalls dort aus …

Exklusives Gewinnspiel

Ihr habt richtig gelesen: Dieses Gewinnspiel ist exklusiv für Euch! Nur die Abonnenten dieses Newsletters nehmen daran teil, und dafür müsst Ihr auch nichts weiter tun! Die Gewinner werden ausgelost und in wenigen Tagen separat angeschrieben. Dann müssen sie lediglich eine Postadresse nennen, um den jeweiligen Gewinn auch erhalten zu können. Sollte ich keine Antwort erhalten, wird neu ausgelost, also bitte achtet auf eure Mailboxen 😉 Wäre doch zu schade!

Was gibt es eigentlich zu gewinnen?

Ich habe ganze 3 Goodiepakete für Euch, somit werden 3 Gewinner gezogen! Die Pakete stammen vom Autorenduo Melanie Weber-Tilse und Alisha McShaw. Außerdem lege ich jedem Paket noch ein paar meiner eigenen signierten Lesezeichen bei 😉

 

 

 

 

 

 

Gedicht

Ich hatte es auf diversen Plattformen angekündigt, und hier ist es: Ihr dürft als Erste mein bisher unveröffentlichtes Gedicht lesen. Inspiriert wurde ich dazu durch diesen mystischen Ort, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Viel Vergnügen:

AN JENEM ORT

So manches Mal ertapp‘ ich mich:
Möcht‘ entfliehen meinem Dasein
Aufsteh‘n, Arbeit, Nächtens ruh‘n
Soll dies wirklich alles sein?

Doch wohin, wie soll ich‘s anstell‘n?
Einfach weg sein, so geht‘s nicht!
Was wird aus allem, wird aus mir?
Und meinen Liebsten? Habe ich
mir das gar viel zu leicht gedacht?
So viele Fragen, keine Antwort
Da lass‘ ich es doch besser sein!
… Außer es gibt einen Ort
an dem ich frei von Sorg‘ und Sünde
ganz alleine ich sein kann
Und gäb‘ es den, wie fänd‘ ich ihn?
Noch ist er gänzlich unbekannt

An einem Morgen meines Wegs
ich geh‘ und find‘ ein Türchen klein
Es steht verlassen, dort im Grase
links wie rechts kein Zaun anbei
Wo kommt das her? Wo führt es hin?
Die Phantasie geht mit mir durch!
Bringt dies mich an den fernen Ort?
Wohlan, mein Guter, keine Furcht!

Ich tret‘ heran, berühre sacht‘
das Eisen und verspüre: Nichts
Ich schließ‘ die Augen, glaub ganz fest
doch Hoffnung sich mit Zweifel mischt
Gibt es ‘nen besond’ren Trick?
Der Griff, ein Schlüssel, gar ein Reim?
Wen soll ich fragen? Wie erfahr‘ ich’s?
Selten fühlt‘ ich so allein.

Ein Lichtstrahl über mich hinweg
trifft auf das Gitter, hell und klar
erstrahlt es plötzlich, gülden scheint es,
glänzt ein Schimmer ebenda.
Ein sanfter Schauder mich durchfährt,
ich blicke durch die Gitterstreben
Schau auf eine fremde Welt,
ein neues Sein, ein and’rs Leben.

Soweit man sieht, ist’s unberührt
dies ferne, weite, ruhige Tal
Keine Seele, nicht ein Tierlaut
war hier denn schon jemand mal?
Ich wandere durch hohe Wiesen
Felsen ragen vor mir auf
Ich blicke um mich, hör ich Wasser?
Dort nimmt ein Rinnsal seinen Lauf

Ich folge ihm ein kurzes Weilchen
Es führt mich tief in einen Wald
Äste brechen, Zapfen knacken
unter meinen Füßen bald
Ich rieche süß des Baumes Harz
doch sehe ich nicht ein Getier
Bin ich gar, soweit ich sehe,
das einzige Geschöpfe hier?

Und hinter all den alten Bäumen
finde ich ein Königreich
mit langen Mauern, hohen Türmen
vor einem malerischen Deich

Dies ist doch, und da geh‘ ich recht
von Menschenhand gemacht!
„Wo seid ihr?“, ruf ich, „Kommt heraus!“
Was habt ihr euch dabei gedacht?
Lockt mich in eure schöne Welt
Soll ich nun ganz verlassen
mein Dasein fristen, hier und jetzt
Für immer gottverlassen?

Ich wusste nicht, was mich erwartet
träumt‘ von Abenteuern!
Von Zwergen, Trollen, Drachen, Riesen,
und bin nun zu bedauern!
Nichts dergleichen find‘ ich hier,
keine Feen oder Elfen
Nicht einmal Prinzessinnen, die
mich anfleh‘n, ihnen zu helfen.

Hier bin ich bloß ein armer Wicht!
Allein mit mir und meinem Denken
Zuhause, ach, da war ich wer!
Wie konnte ich nur so tief sinken?
Zu glauben, es gäb‘ einen Ort,
an dem ich glücklicher könnt‘ sein
als wo ich meine Liebsten habe:
Frau, Kind, Katze und Meerschwein!

Ja, selbst das kleine Fellknäul fehlt,
und ob es mich gar auch vermisst?
Was trieb mich nur? Ich sollte schleunigst
umkehr’n, wenn’s noch nicht zu spät ist

Wohlan, ich setze einen Fuß
nur vor den ander’n, voller Kraft
Doch diesmal entgegengesetzt
den Weg, der mich hierhergeschafft
Ich lass‘ die Mauern hinter mir
durchstreif‘ den Wald so schnell wie nie
Dabei begegnet mir kein Tier
schon wie zuvor, ist niemand hier

Den Fluss erblick‘ ich, folge ihm
Sein Rauschen führt mich weiter.
Und an der Felswand linkerhand,
fühl ich mich bald befreiter
Die hohen Gräser bald erreicht
Ich spür sie unter meiner Hand
streifen sie, gar kitzeln mich
Und nun verlass ich dieses Land!

Das Tor! Wo ist es hin? Hier stand es!
Eben hier, ich irre nicht!
Genau die Stelle, sie scheint leer!
Was war ich bloß darauf erpicht
zu wünschen mich an einen Ort
den es nicht gibt, nicht geben kann?
Ich setz‘ mich hin, verzweifel‘ gar,
schließ‘ meine Augen, aber dann:

Was hör ich da? Ist es denn wahr?
Zwitschern wirklich Vögel dort?
Und weit entfernt, da spielen Kinder!
Wie kann das sein, an diesem Ort?
Ich schlage rasch die Augen auf
und fühl mich wie genesen!
Ich steh‘ noch immer vor dem Tor
Bin niemals fort gewesen!

Das Gitter funkelt bunt im Licht
doch zwischen seinen Streben
ist nichts zu sehen, war es nie,
die Welt hat’s nie gegeben

Da hat mir meine Phantasie
ja einen üblen Streich gespielt!
und mich gelehrt: Schätz‘ was du hast!
So bald mich NICHTS mehr hier fortzieht!

Ich setze meinen Heimweg fort
Erreich‘ bald mein Daheim
An jenem Ort bin ich zuhaus‘
Und werd‘ es immer sein

Termine

Nach der Messe ist vor der Messe! Hofheim ist vorbei, aber das Jahr noch lange nicht. Außerdem steht ja auch noch eine eigene Lesung an:

14.09.2017 – Lesung aus DIE TRÄUME, DIE ICH RIEF im Kulturforum Zeilsheim (65931 Frankfurt am Main)
Der Kartenvorverkauf läuft bereits!
http://www.kulturforum-zeilsheim.de/onlinebuchung.php?detail=88

25./26.11.2017 – BUCHBERLIN im Estrel Congress & Messe Center (12057 Berlin)

Die lieben Kolleg(inn)en

Diesen Monat ist die großartige Melanie Weber-Tilse an der Reihe:

„Vielen Dank an Daniel, dass ich mich heute vorstellen darf.

Mein Name ist Melanie Weber-Tilse und unter diesem, meinem realen Namen, schreibe ich auch meine Bücher. Ich veröffentliche seit November 2015 meine Bücher im Selbstverlag – Selfpublishing – und ich bereue es nicht, dass ich diesen Schritt gewagt habe.
Ich würde natürlich aus heutiger Sicht und mit dem, was ich dazugelernt habe, die ersten Bücher anders schreiben und vielleicht auch die „Vermarktung“ ein wenig anders gestalten, aber ansonsten liebe ich, was ich tue und bereue nichts, was ich bisher getan habe.
Ich schreibe in fast allen Bereichen. Liebe, Drama, Erotik, Thriller – meistens wild und bunt miteinander gemischt. Das einzige was IMMER gleich ist, ist, dass meine Bücher alle ein Happy End haben. Während der Geschichte darf gelitten und geweint werden, aber am Ende wird alles gut. Dafür garantiere ich und würde es nie anders machen 😉
Mittlerweile habe ich schon mit vielen anderen Autoren zusammen Bücher herausgebracht, regelmäßig schreibe ich aber mit Alisha McShaw, meiner Herzensautorin unter dem Label A & M Books und seit Kurzem mit Kate Franklin, meiner zweiten Herzensautorin.

Wer mag, kann sich auf meiner Homepage, auf Facebook oder natürlich Amazon umschauen und vielleicht ist ja für den ein oder anderen eine Lektüre dabei, die ihn für einige Stunden aus dem Alltag entführt.“

Newsletter-Archiv: Juni 2017

Was gibt es Neues?

DAS PLAGIAT erhält derzeit sein neues Gewand: Das Coverdesign ist im Entstehen und ich bin schon sehr gespannt, wie es letzten Endes aussehen wird und wie es Euch begeistern wird. Der Erscheinungstermin steht noch nicht endgültig fest, aber wenn Ihr Euch mal auf www.sadwolf-verlag.de umschaut, könnt Ihr entdecken, was meine dortigen Autorenkolleginnen und -kollegen so veröffentlichen. Mir kommt es vor, als gäbe es im Wochentakt etwas Neues!

Wer sich schon mal auf meiner Webseite umgeschaut hat, ist vielleicht über meine Rubrik Kurzgeschichten gestolpert. durch Zufall bin ich mit einem Projekt in Berührung gekommen, bei dem eine meiner Kurzgeschichten Teil einer Anthologie werden wird. Das finde ich überaus spannend und bin gerade fleißig am Überarbeiten, denn besagte Anthologie soll noch in diesem Jahr erscheinen! Das Grundthema lautet: Verzaubert.

Thema des Monats

Lasst mich ein paar Worte verlieren über: Motivation. Ein wichtiger Wert heutzutage, nicht nur im Job oder wenn es um das Heim oder die Familie geht. Habt Ihr ein Hobby? Könntet Ihr dieses jederzeit, sprich Tag und Nacht ausüben, oder braucht Ihr manchmal auch einen leichten Tritt in den Hintern?
Ich kann nur von mir sprechen: Meine Leidenschaft, das Schreiben, verfolgt mich eigentlich in jeder Minute. Sei es nur ein Satz, eine kleine Idee oder eine Beobachtung des Alltags: Am liebsten möchte ich alles sofort festhalten, und vor allem in unmöglichen Momenten überkommt mich die Lust, kapitelweise text abzulassen. Das geht natürlich nicht immer – wenn man um Beispiel auf der Arbeit ist. Wenn ich aber endlich etwas Zeit freigeschaufelt habe, sitze ich manchmal eine halbe Ewigkeit an einer Textstelle oder vor einer gänzlich leeren Seite. Welch Ironie! Das mit der Gelegenheit und der Ausführung passt also niemals zusammen.
Was aber hat das mit Motivation zu tun? Nun, mein eigener Grund zu schreiben war einst das Motiv, stets das nächste Buch zu veröffentlichen. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass das für mich so nicht funktioniert. Schon gar nicht, wenn ich doch im Grunde keine Deadline habe 😉 Inzwischen schreibe ich um des Schreibens willen, und um Geschichten zu erzählen. Gerade, wenn viele verschiedene Charaktere und Plots im Kopf schwirren, ist das – zumindest für mich – die bessere Herangehensweise. Man darf sich also von mir noch auf vieles freuen. Und auch, wenn ich es nicht schaffe, alle 3 Monate ein neues Buch auf den Markt zu werfen, seid unbesorgt: Motiviert bin ich durchaus 🙂

Termine

Zu meinen bisherigen Terminen ist überraschend noch einer hinzu gekommen. Praktisch um die Ecke findet in Hofheim a.Ts. erstmals eine Buchmesse statt. Die kann ich mir ja unmöglich entgehen lassen:

10./11.06.2017BUCHMESSE HOFHEIM, DIE ICH RIEF im Messecenter Rhein-Main (65719 Hofheim-Wallau)

14.09.2017 – Lesung aus DIE TRÄUME, DIE ICH RIEF im Kulturforum Zeilsheim (65931 Frankfurt am Main)

25./26.11.2017 BUCHBERLIN im Estrel Congress & Messe Center (12057 Berlin)

Die lieben Kolleg(inn)en

Diesen Monat stelle ich Euch Ela Feyh vor:


Ela lernte ich durch einen irren Zufall auf Facebook kennen. Sie zeigte der Community das damalige Cover zu ihrem Roman „Feuerhelix“ und fragte, was man sich wohl unter der dort abgebildeten Helix vorstellen würde. Mich machte das neugierig und ich kommentierte freudig. Und prompt gewann ich ein Ebook.

Nun sollte ich noch erwähnen, dass Fantasy eigentlich gar nicht so meins ist. Ela schaffte es allerdings mit Leichtigkeit, mich mit ihrem Mix aus Hexen, Göttern, Wissenschaft, Spannung und einer Prise Humor zu überzeugen! Daraufhin habe ich ebenso begeistert den Nachfolgeband „Seelenaura“ sowie die Vorgeschichte „Tagebuch einer Hexe“ verschlungen.

Nun hat sie eine weitere Reihe begonnen, die noch viele Nachfolgebände liefern soll: Sylnen. Ebenfalls ganz klare Leseempfehlung!

Ich bin also in der Lage, allen Fans von Fantasy – und natürlich auch allen anderen – zu raten, unbedingt mal bei Ela Feyh vorbeizuschauen! Ihre Webseite hält auch so einiges bereit!

www.ElaFeyh.de

Zu guter letzt …

… darf ich Dir eine schöne Zeit wünschen bis wir uns wiedersehen. Der nächste Newsletter ist für Juli geplant. Sollte es wichtige Neuigkeiten geben, warte ich natürlich keine vier Wochen, sondern informiere Dich umgehend 😉
Solltest Du bis dahin Langeweile oder Wissensdurst verspüren, lade ich Dich herzlich auf meine Homepage, Facebookseite oder YouTube-Kanal ein. Links below.
Und wenn Dir der Newsletter gefallen hat – empfiehl ihn doch weiter! 🙂

Beste Grüße
Daniel Möller


Links:
wortereich.wordpress.com
https://www.facebook.com/wortereich/
https://www.youtube.com/channel/UC9rm0v5bph8JT5gMycxJJBA
https://fanzauber.de/produkt-schlagwort/daniel-moeller/
https://www.amazon.de/Daniel-M%C3%B6ller/e/B011UICWD8/ref=dp_byline_cont_ebooks_1

Impressum:
Daniel Möller
c/o Papyrus Autoren-Club
R.O.M. Logicware GmbH
Pettenkoferstr. 16-18
10247 Berlin

Newsletter-Archiv: Mai 2017

Willkommen zum Newsletter im Mai

Schön, dass Du mit dabei bist! Mit der Eintragung zu meinem Newsletter verpasst Du ab sofort keine Neuigkeit mehr, keine Veröffentlichung, Termine, Preisaktionen oder Gewinnspiele. Was auch geschieht: Du erfährst es stets zuerst!
Und sicher wartest Du schon gespannt darauf, was ich in diesem Monat zu erzählen habe.

Wer oder was ist eigentlich WorteReich?
Das WorteReich habe ich mir einst als Sammelbegriff ausgedacht für meine kleine Schreibwelt. Neben meinen bisher veröffentlichten und noch geplanten Romanen betreibe ich eine Webseite mit gleichem Namen. Außerdem wirke ich auch in anderen Schreibprojekten wie z.B. einer Anthologie mit und habe die eine oder andere Kurzgeschichte zu bieten.

Was gibt es Neues im Mai?

Die tollste Neuigkeit ist noch immer brandaktuell, obwohl sie eigentlich von November ist. Da habe ich nämlich erfahren, dass mein Debütroman DAS PLAGIAT vom SadWolf Verlag neu veröffentlicht wird! Und gerade schreiten wir mit ganz großen Schritten voran: Das Lektorat ist bereits abgeschlossen und derzeit befinden wir uns mitten im Coverdesign. Bereits im Juni ist dann die Neuveröffentlichung geplant. Wann genau? Du erfährst es zuerst!

Mein zweiter Roman DIE TRÄUME, DIE ICH RIEF, der im Dezember erschienen ist, erfreut sich derweil immer größerer Beliebtheit. Da ich (nebenbei, haha) auch noch meinem Brotjob nachgehe, ist das mit dem Bewerben und Klinkenputzen nicht so einfach, weshalb ich mich auf professionelle Hilfe eingeschossen habe. Das Buch ist über Book-On-Demand (BOD) erschienen, d.h. es gibt keine Auflage, sondern jedes Buch wird bei Bestellung gedruckt. Keine Sorge! Das dauert in der Regel nur 2 Tage, und das beste daran: Du kannst es überall (also wirklich überall) bestellen. Ob beim großen A, in der Buchhandlung Deines Vertrauens oder sogar am nächsten Zeitungskiosk 😉

Wirklich empfehlen kann ich Dir aber den Marktplatz von Fanzauber, denn dort bekommst Du Bücher direkt mit Widmung vom Autor, so auch meins, und dazu noch viele andere tolle Artikel aus der Buchwelt. Ein Blick lohnt sich wirklich!

Was ich noch nicht allzu groß hinaus posaunen möchte: Natürlich arbeite ich derzeit an meinem dritten Roman. Wenn man einmal mit dem Schreiben angefangen hat, kann man es schließlich nicht lassen 😉

Termine

Das Jahr ist natürlich noch nicht voll, aber es gibt bereits fixe Termine, die ich Dir nicht vorenthalten möchte:

14.09.2017 – Lesung aus DIE TRÄUME, DIE ICH RIEF im Kulturforum Zeilsheim (65931 Frankfurt am Main)

25./26.11.2017 BUCHBERLIN im Estrel Congress & Messe Center (12057 Berlin)

Weiterhin geplant ist ein Besuch der 1. Buchmesse in Hofheim am Main, sowie der FBM im Oktober, was jedoch noch nicht gänzlich feststeht. Außerdem arrangiert mein Verlag zukünftig die eine oder andere Onlinelesung, die Du keinesfalls verpassen darfst! Technisch wird das so gelöst werden, dass Du überall mit dabei sein kannst, sogar mit Deinem Smartphone.

Die lieben Kollegen

Eine wichtige Rubrik, die ich bereits in diesem ersten Newsletter einführen möchte, ist die Vorstellung von Autorenkollegen, die ich kennenlernen durfte, und die ich Dir nicht vorenthalten möchte. Den Anfang macht diesen Monat die liebe Simone Weber.

Simone schreibt bereits seit ihrer Schulzeit, doch erst später begann sie, ihre Geschichten auch zu publizieren. Inzwischen hat sie ein sehr breites Spektrum zu bieten: Kinderbücher, Anthologien, stimmungsvolle Romane, Fantasy und Thriller. Nebenbei berät sie zudem andere Autoren bei ihrer Arbeit.
Wirf doch mal einen Blick auf ihre Homepage:

www.Simone-Weber.net

Zu guter letzt …

… darf ich Dir eine schöne Zeit wünschen bis wir uns wiedersehen. Der nächste Newsletter ist im Juni geplant. Sollte es wichtige Neuigkeiten geben, warte ich natürlich keine vier Wochen, sondern informiere Dich umgehend 😉
Solltest Du bis dahin Langeweile oder Wissensdurst verspüren, lade ich Dich herzlich auf meine Homepage, Facebookseite oder YouTube-Kanal ein. Links below.
Und wenn Dir der Newsletter gefallen hat – empfiehl ihn doch weiter! 🙂

Beste Grüße
Daniel Möller


Links:
wortereich.wordpress.com
https://www.facebook.com/wortereich/
https://www.youtube.com/channel/UC9rm0v5bph8JT5gMycxJJBA
https://fanzauber.de/produkt-schlagwort/daniel-moeller/
https://www.amazon.de/Daniel-M%C3%B6ller/e/B011UICWD8/ref=dp_byline_cont_ebooks_1

Impressum:
Daniel Möller
c/o Papyrus Autoren-Club
R.O.M. Logicware GmbH
Pettenkoferstr. 16-18
10247 Berlin

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Ela Feyh

Ela Feyh.jpgEla lernte ich durch einen irren Zufall auf Facebook kennen. Sie zeigte der Community das damalige Cover zu ihrem Roman „Feuerhelix“ und fragte, was man sich wohl unter der dort abgebildeten Helix vorstellen würde. Mich machte das neugierig und ich kommentierte freudig. Und prompt gewann ich ein Ebook.

Nephylen- Reihe Teil 1

Nun sollte ich noch erwähnen, dass Fantasy eigentlich gar nicht so meins ist. Ela schaffte es allerdings mit Leichtigkeit, mich mit ihrem Mix aus Hexen, Göttern, Wissenschaft, Spannung und einer Prise Humor zu überzeugen! Daraufhin habe ich ebenso begeistert den Nachfolgeband „Seelenaura“ sowie die Vorgeschichte „Tagebuch einer Hexe“ verschlungen.

Seelenaura Ebook-Cover
Nephylen - Reihe

Ich bin also in der Lage, allen Fans von Fantasy – und natürlich auch allen anderen – zu raten, unbedingt mal bei Ela Feyh vorbeizuschauen! Ihre Webseite hält auch so einiges bereit!

www.elafeyh.de

 

Und das ist noch nicht alles! Ihre neue Reihe „Sylnen“ steht gerade in den Startlöchern. Band 1 ist bereits erhältlich, und aus verlässlicher Quelle weiß ich, dass es etliche Folgeromane geben wird 😉

Sylnen Epos

Simone Weber

Simone Weber

Simone schreibt bereits seit ihrer Schulzeit, doch erst später begann sie, ihre Geschichten auch zu publizieren. Inzwischen hat sie ein sehr breites Spektrum zu bieten: Kinderbücher, Anthologien, stimmungsvolle Romane, Fantasy und Thriller. Nebenbei berät sie zudem andere Autoren bei ihrer Arbeit.
Werft doch mal einen Blick auf ihre Homepage:

http://www.Simone-Weber.net

Vollzeitautor? ICH? Hhmmm …

Schon seit 2 Jahren, wann immer ich von Freunden, ehemals Bekannten, entfernten Verwandten, Kollegen (denen ich nicht täglich über den Weg laufe) auf mein „Schriftsteller-Dasein“ angesprochen werde, kommen natürlich immer die üblichen Floskeln:

  • Boh, du bist ja jetzt berühmt!
  • Was verdienst du damit so?

Und so weiter … aber EINE habt ihr sicher auch schon mal gehört:

  • … dann brauchst du ja bald gar nicht mehr arbeiten?!

Ja, ja. Das hättet ihr wohl gern! Natürlich träumen viele von uns davon, eines Tages eine derartige Fanbase aufgebaut zu haben, traumhafte Bücher zu schreiben, nach denen sich jeder die Finger leckt, und Verkaufszahlen, die sich gewaschen haben – um endlich endlich den Hauptberuf an den Nagel hängen zu können und „nur“ noch vom Schreiben zu leben.

Dass dieser Gedanke weitestgehend nur eine schöne Illusion darstellt und für 99,87% von uns die Realisierung nie erreichen werden (oder beim Versuch an Hunger sterben) sei einmal dahingestellt. Aber vorstellen darf man es sich noch, oder? Würde mir das überhaupt reichen? Nicht mehr Teil eines Unternehmens, eines Handwerks, einer Praxis, einer Institution zu sein? Den täglichen Schnack mit den netten Kollegen aufgeben? Stattdessen lediglich Schreiben, Lesen, Korrigieren, schreiben, fluchen, recherchieren, schreiben und Werben?

Ich bin Realist: Ich WEIß, dass ich nicht von heute auf morgen berühmt werde, und auch, dass ich nicht drei gescheite Bücher pro Jahr nachlegen kann (Ich habe noch 30 Arbeitsjahre vor mir, das sind fast 100 Romane! Und denkt mal an die kümmerliche Rente ab da …) Und dennoch! Darüber nachgedacht habe ich schon. Und im Januar ergab sich eine Gelegenheit, einmal auszutesten, wie das so wäre …

Für gewöhnlich plane ich den Urlaub mit der Familie komplett zusammen. Das heißt, wir haben gemeinsam frei, oder ich decke zumindest eine der Ferienwochen ab, damit hier kein Kind tagelang alleine ausharren muss. Nun musste ich betriebsbedingt im Januar eine Woche freinehmen. … UND HATTE STURMFREIE BUDE!

Der Schlachtplan war schnell geschmiedet, 1 Woche komplett nur fürs SCHREIBEN (ok, und was eben damit zusammenhängt). Projekte waren genug offen, daran sollte es nicht liegen. Ich musste noch die Lektoratsfahne von DAS PLAGIAT durchackern, außerdem noch ein Geheimprojekt Korrekturlesen. Werbung für den aktuellen Roman gestalten geht bekanntlich immer, Kontakte zu Bloggern, Romane signieren und verschicken. Läuft! Aber was nun folgt, ist ein kleiner feiner Erfahrungsbericht über Vorstellungen und die Realität:

Montag, 7.30: Alle sind aus dem Haus. Alle? Nee, ich nicht! Ich bin frisch angezogen und stapfe mit dem ersten Kaffee in der Hand die Treppe hinauf (das Büro ist oben!). Ich bin voller Tatendrang. Ich bin gut drauf. Ich bin glücklich.

Erstmal wird der Schreibtisch sortiert, sonst kann hier keiner arbeiten. Vor 5 Minuten noch war ich der Meinung, in 1-2 Tagen könnte ich das Lektorat vollständig gelesen und mit eigenen Anmerkungen gespickt haben. Dann belehrt mich das Online-Banking eines Besseren: Ich muss zunächst ein Dutzend Bücher signieren und verpacken. Einher geht damit die Buchhaltung: Rechnungen ausstellen, Zahlungseingänge in Excel eintragen, Porto mit Adresse ausdrucken … ab einer gewissen Zahl macht man so etwas einfach nicht mehr nebenher. Man braucht dafür den halben Tag. Die zweite Hälfte ZWINGE ich mich, zu Lesen und die Korrekturen in meinem Kopf zu verarbeiten. Weiterhin kämpfe ich gegen den Drang an, nachzuschauen, ob es etwas Neues in Facebook gibt. Schließlich soll das ja auch was werden. Mehr als 20% schaffe ich an Tag 1 dennoch nicht.

Quintessenz des ersten Tages: Zumindest habe ich nun ein System, wie eine Bestellung systematisch abgearbeitet werden kann. Ich kann ganze 2 Stunden OHNE Facebook auskommen. Nur 1 ohne Kaffee … Außerdem habe ich wenigstens ein paar Schritte getätigt, als ich die Päckchen zum Briefkasten gebracht habe.

An Tag 2 gehe ich schon etwas missmutiger die Stufen hinauf. Der gestrige Tag hat gezeigt, wie schnell die Zeit verfliegen kann, also setze ich heute Prioritäten: LEKTORAT kommt an Platz 1! Zumindest solange, bis ich feststelle, dass zwei weitere Zahlungen eingegangen sind … Ich teste aus, wie schnell ich 2 Bücher signieren, verpacken und kommissionieren kann, denn zahlende wartende Leser LÄSST man nicht warten! Neben 2 prallen Päckchen arbeitet es sich schließlich viel angenehmer, das Abschicken wird auf den frühen Nachmittag verschoben.

Danach folgte tatsächlich die Hauptarbeit: LEKTORAT durchlesen und bearbeiten. Ich schaffte weitere 35% davon in annehmbarer Zeit! Ich stellte jedoch auch fest, wie sehr Augen brennen können (ich hatte ja keine Vorstellung). Um meine Augen vom Dauersuchmodus etwas zu schonen, streue ich gegen Mittag etwas Werbung auf Facebook – verliere mich in fremden Beiträgen – like Gewinnspiele von befreundeten Autoren – teile teilungswürdige Beiträge – überlege mir mein eigenes nächstes Gewinnspiel. Ich schüttle den Kopf, denn ich schweife ab! Der Nachmittag nähert sich

Ich esse spät zu Mittag, mache mich auf den Weg, die Päckchen einzuwerfen, hole die Tochter von der Schule ab. Morgen ist auch noch ein Tag.

Und sein Name ist Mittwoch, gestatten: Wochenteiler. So langsam bekomme ich Torschlusspanik. Ich wollte doch das Lektorat abschließen? Und, ach herrje, da war doch noch etwas Korrektur zu lesen! Und ich hatte bis Ende der Woche versprochen … Ich sehe nur eine Möglichkeit: Simultan arbeiten!

Natürlich kann man nicht 2 Dinge gleichzeitig machen, aber ich musste herausfinden, woran ich war und was noch zu retten ist. Also markierte ich mir eine Stelle, schaltete sämtliche Störfelder aus (vor allem Facebook) und arbeitete hochkonzentriert 2 Stunden am Stück. Danach nahm ich mir das Geheimprojekt, startete die Stoppuhr und begann das Manuskript durchzuackern, wieder 2 Stunden. Danach der x-te Kaffee gefolgt von einem Mittagessen und der Auswertung des Vormittags. Ergebnis: Bis Freitag Nachmittag würde es knapp werden, beides zu schaffen, aber es war nicht unmöglich …

Ich arbeitete abwechselnd noch einmal in beiden Projekten und schloss zum Nachmittag mit beträchtlichen Prozentsätzen ab. Die zweistelligen Zahlen machten Mut. Sie machten sogar Lust auf mehr, auf morgen. Und dann fiel mir ein, dass ich für Donnerstag einige Versprechen geleistet hatte …

Donnerstag. Es half alles nichts. Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen! Ich hatte mich eigentlich auch sehr darauf gefreut – es bloß schon wieder vergessen … 5 Freunde hatten um ein signiertes Exemplar von DIE TRÄUME, DIE ICH RIEF gebeten, und ich sagte selbstverständlich: Die verschicke ich nicht, die bringe ich persönlich vorbei! Mit zweien einigte ich mich auf Donnerstag, die anderen sind berufs- oder kinderbedingt ohnehin zuhause, also startete ich ab 10 Uhr einen kleinen Marathon …

Nach etlichen Kaffees und netten Gesprächen kehrte ich gegen Mittag zurück an den Schreibtisch. Ich freute mich über die unbändige Energie, da ich den Vormittag „frei“ hatte. Auch meine Augen brannten nicht mehr wie noch am Tag zuvor, und ich machte mich daran, die Prozentsätze beider Projekte noch einmal drastisch zu erhöhen.

Freitag. Allmählich macht sich Ernüchterung breit. Ich schätze … nein, mir wird klar, dass eventuell … ach, ich WEIß, dass ich nicht mehr fertig werde! Der Ursprungsplan – wenn die beiden Projekte abgeschlossen sind, kann ich ja noch die halbe Woche auf ein neues Manuskript aufwenden – ist schon mal komplett in Rauch aufgegangen! Eigentlich war das schon am Montag der Fall, aber erst jetzt wird es mir so richtig klar.

Nun gut, Schadensbegrenzung. Wo stehe ich? Wieviel fehlt noch? Verdammt. Beides werde ich nicht schaffen. Ich entscheide mich erneut dafür ein Versprechen zu halten (ich darf nicht mehr so leichtfertig Versprechen geben!) und beende vorrangig die Korrektur des Geheimprojekts.

Gegen Mittag ist zumindest dieser Part abgeschlossen. Ein paar Prozent konnte ich danach noch am Lektorat gutmachen – auf 85% schaffte ich es. Na schön, dann wird eben noch am Wochenende gearbeitet. Mal wieder …

Was also hat mir diese Woche gezeigt? Antworten auf viele Fragen, die ich mir bewusst oder unbewusst gestellt hatte:

  • Nein, ich bin KEIN Vollzeitautor
  • Ich will auch keiner sein …
  • Ich brauche grundsätzlich für alles länger, als ich glaube
  • Vor allem die vermeintlich kleinen Aufgaben benötigen viel Aufmerksamkeit
  • Facebook ist Produktivitätskiller Nummer 1
  • Und Nummer 2 und auch Nummer 3
  • Ich sollte öfters Freunde besuchen – Nur DAS ist keine verschwendete Zeit
  • Der Schulhof der Grundschule direkt gegenüber meines Büros NERVT, vor allem wenn Große Pause herrscht!
  • Da fällt mir wieder ein, warum ich Vollzeit WOANDERS arbeiten gehe …

Die wohl wichtigste Lektion war für mich Folgende: Das Schreiben ist für mich ein Hobby, und es macht mir wirklich Spaß! Ich lerne stetig dazu und ich freue mich darauf, wenn dabei etwas herauskommt, das ich in Händen halten kann. Und wenn ich anderen mit meinen Werken eine Freude machen kann, ist das mein schönster Lohn. Ich will und kann davon nicht leben, ich lege derzeit sogar dabei drauf, aber es ist eben auch nur mein HOBBY. Und wenn ich dieses plötzlich Vollzeit betreibe, schwindet der Spaß. Das habe ich gemerkt, und das war nicht schön! Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn ich statt dieser beiden Projekte mich in ein neues Manuskript gestürzt hätte. Dennoch denke ich, dass meine Kreativität stark gelitten hätte, wenn ich tagelang nichts anderes gemacht hätte, bis ich mich zum Schreiben hätte zwingen müssen …

Vielleicht in einem anderen Leben, jetzt mache ich erstmal so weiter wie bisher 😉

Herzliche Grüße

Euer Daniel

Dank Selfpublishing für einen Verlag „verbrannt“?

Einmal SP – immer SP?

Kann es sein, dass man sein heißgeliebtes Manuskript durch eine SP-Veröffentlichung dauerhaft für Verlage uninteressant macht? Am Ende sogar sich selbst als Autor? Ein interessanter Post auf Facebook – aber mehr noch die skurrilen Antworten darauf – haben mich gestern zu einem weiteren Blogbeitrag inspiriert.

Der folgende Schlagabtausch ist aus dramaturgischen Gründen gestrafft worden, der Sinn dahinter blieb natürlich erhalten:

E.H. fragte (völlig zu recht!): „Kann man ein Buch, was bereits via Selfpublishing als E-Book erschienen ist, nachträglich noch einem Verlag anbieten?“

 1. Antwort darauf war ein verhaltenes, aber immerhin Mut machendes: Laut dem Internet sollte man das nicht tun. Aber ich würde es trotzdem versuchen, was hast du schon zu verlieren?“
Schöne Diskussion, könnte man meinen. Dann aber kam M.M. ins Spiel:
M.M.: „Klar gesagt, nein.“
Jemand anderes fragte direkt:
E.M.: „Was ist mit der einen Autorin, die über Amazon berühmt wurde und so von einem Verlag entdeckt und unter Vertrag genommen wurde?“
Ja genau! Was war nochmal mit dieser … Dings … Na, egal, aber bei der hat das doch auch mal geklappt! Aber M.M. scheint in der Beziehung gnadenlos zu sein:
M.M.: „Sowas gibt es, aber das ist die Seltenheit. Amazon kauft auch gerade viele Kleinbuchhandlungen auf und Druckereien, da reine Amazon Autoren zum Glück Buchhandelssperre haben. Amazon fördert auch nur ein Mikroanzahl der Autoren, ein seriöser Verlag pflegt seine Autoren.“
Ich wusste gar nicht, welche Frage ich darauf zuerst stellen wollte:
Amazon kauft Buchhandlungen und Druckereien?
reine Amazon Autoren (Was ist das?) haben zum Glück Buchhandelssperre (?) (zum Glück??)
Amazon fördert eine Mikroanzahl an Autoren (wen und wie?)
Deshalb, und weil noch mehr Angst vor all den seltsamen Antworten hatte, habe ich mich schlicht mal mit einer gegenteiligen Meinung eingebracht:
Daniel Möller: „Nicht immer gleich NEIN rufen. Doch, das geht!“
und habe auf meinen Blogbeitrag vom 22.10.2016 verwiesen.
Danach ging es etwas netter zu. Neue Personen brachten auch neuen Mut:

B.M.: Du kannst grundsätzlich alles anbieten, wenn du die Rechte dazu hast. Ob sich dafür jemand interessiert, steht auf einem anderen Blatt. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Viel Glück!

 E.H. (zum Glück nicht entmutigt worden)Im Grunde denke ich auch, versuchen kann man es auf jeden Fall und wie E.M. schon geschrieben hat: es gibt nichts zu verlieren

Aktuell macht M.M. weiterhin schlecht Wetter mit seltsamen Aussagen (Sie hat Connections zu Großverlagen … generell werden nur Auftragsarbeiten veröffentlicht …), die ich nicht mehr weiterverfolgen möchte. Ich komme stattdessen gleich zum Punkt.

Warum ich glaube, dass noch nicht aller Tage Abend ist

Ich kann wie immer nur von meinem Standpunkt aus argumentieren. Wie in meinem letzten Blogbeitrag beschrieben, hat es bei mir ja geklappt. Mein Roman war 1 volles Jahr als ebook und Taschenbuch im Handel. Ich habe eine Lesung gehalten, ich bin durch Buchhandlungen getingelt, habe Werbung betrieben …
Ich habe also ALLES Erdenkliche unternommen, um mein Buch auf dem Markt ordentlich zu verbrennen! Aber das ist gar nicht so einfach, wenn du ganz klein bist. Und allein. Und ein sehr leises Stimmchen hast.
Mein Buch hatte gute Resonanz. Aber ich wusste, dass ich kaum wen damit erreicht hatte. Ich braucht mehr Reichweite. Aber wie?
Ich wollte aufgeben, denn finanziell zu stemmen war das für mich nicht. Nicht ohne die Aussicht auf Erfolg. Das war einer der Gründe für die Suche nach einem Verlag. Und warum habe ich mich eigentlich erdreistet, mein verhunztes Produkt überhaupt noch wem anzubieten? Es sprachen durchaus Gründe dafür, dass mein Roman noch nicht verglüht war:
Abgeschlossenes Manuskript
– Bisher wenig Verkaufszahlen
– Gute bis sehr gute Bewertungen
Wachsende Fanbase
Folgeromane im Anschlag
Diese Gründe habe ich dem Verlag im Anschreiben mitgeteilt. Inwieweit sie ausschlaggebend dafür waren, dass mein Manuskript angenommen wurde, kann ich nicht beurteilen. Was aber Fakt ist:
DIE VERÖFFENTLICHUNG ALS SP WAR DEFINITIV KEIN AUSSCHLUSSKRITERIUM!
Ich könnte sogar Kollegen als Beispiel nennen, die OHNE Bewerbung seriöse Vertragsangebote erhalten haben!
Also, bitte, traut Euch einfach!
Es ist niemals zu spät. Das wisst Ihr doch 😉

Warum schreibe ich überhaupt?

Das ist nach „Woher nimmst du nur deine Ideen?“, „Wann findest du für so etwas denn noch Zeit?“ und „Du musst ja jetzt einen Haufen Geld scheffeln, oder?“ wohl die häufigste Frage, die wir uns gefallen lassen müssen. Allerdings mag ich diese Frage irgendwie besonders, und ich antworte äußerst gern darauf. Warum? Ganz einfach! Ich beantworte diese Frage jedem der mich fragt anders, und somit mir selbst auch jedes Mal ganz neu, immer aus einem neuen Blickwinkel.

Bei dieser Frage gibt es kein einfaches „Darum“ als Antwort. Oder wie handhabt ihr das? Gibt es für euch nur den einen Grund, zu schreiben? Um damit eure Brötchen zu verdienen? Weil die Figuren sonst nur in eurem Kopf Tango tanzen und euch nachts nicht schlafen lassen? Weil die Memoiren von Oma schnell abgetippt werden müssen, bevor die alte Dame vergisst, mit wem sie damals auf dem Ball war? Oder weil XY aus dieser Möchtegernschriftstellerfacebookgruppe dieses Jahr schon vier Kurzromane veröffentlicht hat und ihr erst drei?

Nein, das glaube ich nicht. Die Gründe jedes einzelnen von uns fürs Schreiben sind doch äußerst vielschichtig. Gerade heute habe ich mir mal wieder eindringlich Gedanken gemacht, wobei ich nicht einmal mehr genau weiß, wie ich ursprünglich drauf kam. Aber die Antwort, die mir heute in den Schoß fiel, berührte mich selbst dermaßen, dass ich meine Gedanken unbedingt notieren möchte, bevor sie wieder verschwinden (Geklaut von einem Prota, der mir gerade durchs Hirn saust, weil seine Geschichte geschrieben werden möchte).

Der Gedanke der mir heute in den Sinn kam, war der, dass in dieser hektischen Welt, die sich viel zu schnell verändert, sich jeden Tag aufs Neue erfindet und der wir trotz aller Bemühung nicht hinterherrennen können, weil sie einfach viel zu rasant für unsere kurzen Beine ist, es dennoch einige Konstanten gibt. Genau diese gilt es zu finden, zu ergreifen und nicht mehr loszulassen. Es können Ruhepole für uns sein, die wir nicht unterschätzen dürfen. Sicher ist es toll, was wir heute mit unserem Smartphone alles tun können, einfach aus der Tasche und die Welt steht uns offen. Der Fernseher hat mittlerweile eine höhere Auflösung als die Realität selbst und selbst die Kaffeemaschine, die Heizung und der Kühlschrank sind inzwischen smart. Einfacher ist unser Leben dadurch dennoch nicht geworden, oder?

Wir müssen dennoch unseren Alltag bestreiten, von A nach B hetzen, den Papierkram erledigen, dank dem Fortschritt müssen (ja müssen!) wir uns zusätzlich um unsere Onlinepräsenz kümmern, liken, teilen, Nachrichten beantworten, usw.

Was ich damit sagen will: Ich bin überfordert. Ja, ich fühle mich regelrecht überfordert und fast schon überfahren von diesem Fortschritt. Und ich bin jetzt gerade einmal 34 Jahre alt! Ich gehörte zur „Generation Gameboy“. Meinen ersten Commodore bekam ich mit 7 Jahren – und konnte ihn bedienen. Ich habe meinen PC damals jedes Wochenende zu einem Kumpel getragen, um dort 60-Stunden-LAN-Partys zu feiern. Ich habe Dinge mit Spielkonsolen angestellt, die in keiner Anleitung standen. Ich habe die Verkäufer im Computerfachgeschäft an die Wand gequatscht – ich war im Recht. Ich habe mein komplettes Haus vernetzt. Und dennoch: Ich kann nicht mehr Schritt halten. Es hat mich überrollt. Heute bin ich froh, wenn ich mit einer neuen Androidversion auf meinem Smartphone klar komme.

Und daher bin ich froh über den Ruhepol, den ich für mich gefunden habe. Meine Konstante. Es ist das Schreiben.

Warum wirkt es so beruhigend auf mich? Es ist ganz einfach: Das Schreiben – wie auch das Lesen – haben sich in vielen Jahrhunderten eigentlich nicht großartig verändert. Sicher: ich kann meine Bücher online bestellen, der arme Paketbote läuft manchmal sofort los und bringt sie mir noch am gleichen Tag. Schneller geht das ebook, das habe ich sofort auf meinem elektronischen Schneidebrett. Aber die Art, das geschriebene Wort in mich aufzunehmen hat sich nicht weiterentwickeln müssen. Lesen ist wie Magie. So ursprünglich, ehrlich und vollkommen.

So verhält sich das für mich mit dem Schreiben auch. Als Selfpublisher haben wir es heute relativ easy, einen Roman rauszuhauen und auf die Welt loszulassen (obwohl erwiesenermaßen auch das Selfpublishing seit Jahrhunderten im Gebrauch ist). Vieles ist einfach geworden – viele Probleme sind natürlich geblieben: Was kann ich alles selbst? Was gebe ich lieber an Profis? Wie viel ist es mir wert? Was bin ich bereit vorzulegen? Kann ich es mir überhaupt leisten? Und machen wir uns mal nichts vor – Die Geschichte schreiben muss man noch immer selbst!

Anfangs hatte ich noch seltsame Ideale. Schon als Kind wollte ich Schriftsteller werden. Das „Warum“ hatte ich mir aber anders beantwortet als heute. Klischeebehaftet träumte ich von einsamen Nachmittagen in einer Ecke von Starbucks, nur ich und mein Laptop. Dass das so nicht läuft, wissen wir inzwischen alle. Was aber Wirklichkeit geworden ist: Aus einer Idee wurde eine Geschichte. Auf Papier wurde diese Geschichte wieder zur Realität. Ich halte sie in den Händen und habe damit erreicht, wovon ich immer geträumt habe.

Wonach ich heute noch strebe ist, dass meine Werke die Leser erreichen und selbstverständlich auch begeistern können. Beides habe ich mehr oder weniger selbst in der Hand. Aber das ist eine ganz andere Geschichte …

Wie finde ich einen Verlag – oder findet der Verlag mich?

Schrei es in die Welt hinaus

Über alle Maßen erfreut, euphorisch, grenzenlos glücklich habe ich vor einigen Wochen – wie so viele andere – meiner Freude Ausdruck dadurch verliehen, dass ich einen an markanten Stellen geschwärzten aber hübsch dekorierten, mit Smileys verzierten Verlagsvertrag mit der Welt geteilt habe. Ja, mein Roman hat tatsächlich ein Verlagszuhause gefunden, und es ist ja schon zur Mode verkommen, ein solches Ereignis zu zelebrieren, ja, es geradezu in die Welt hinauszuschreien. Oder es einfach zu posten. Ich bin ehrlich – ich habe mich einfach dazu hinreißen lassen, bei diesem Trend mitzumachen.

Ein flüchtiges Foto, das viele Gratulanten auf den Plan ruft, einige Neider (von mir aus) aber – was mich nicht losgelassen hat – auch etliche Fragezeichen, die plötzlich aufsteigen. Einige haben mich direkt angesprochen, wie mir das gelungen ist. Den Weg über einen (seriösen) Verlag möchten ja unheimlich viele gehen. Und ebenso viele Hürden tun sich auf, wenn man sich eine Weile mit dem Thema beschäftigt. Ich bin gerne bereit, hier meine Geschichte zu erzählen, die als eine Art roter Faden dienen soll, und ich hoffe, dass der eine oder andere sich daraus die Informationen ziehen kann, die ihn auf seinem eigenen Weg weiterbringen werden.

Ich sag es direkt heraus: Ich halte mein Erfolgserlebnis nicht für Zufall oder Glück (ich hab nie Glück 😉 ). Aber dazu später mehr. Mein Roman hat nämlich eine kleine Reise hinter sich, bis er ‚zuhause‘ ankam …

Vom Selfpublisher zum Verlagsautor

Das klingt ja nach regelrechter Verwandlung! So ist es ja auch nicht ganz … im Herzen bin und bleibe ich natürlich Selfpublisher und werde auch zukünftig auf diesem Wege veröffentlichen. Aber jetzt erzähle ich erstmal  kurz zu meinem Werdegang:

Im Schnelldurchlauf: Ich habe mir 2015 ein Herz gefasst und meinen Erstling, an dem ich mit Unterbrechung rund 8 Jahre gearbeitet habe mittels Selfpublishing veröffentlicht. Warum SP? Kurz und knapp: zu diesem Zeitpunkt WOLLTE ich mir bewusst die mitunter zermürbende und ernüchternde Suche nach einem Verlag ersparen. Vielleicht wollte ich auch nicht aufgrund niederschmetternder Kritik von Solchen, die wirklich wissen (sollten), wovon sie sprechen, meine Schreibfeder an den Nagel hängen, bevor die Spitze auch nur im Ansatz getrocknet war – zugegeben. Der Hauptgrund war jedoch meine unbändige Ungeduld. Ich wollte so unglaublich gern mein Werk in die Welt werfen, hatte keine Minute mehr Geduld, und was lag da näher als Selfpublishing, welches in den letzten Jahren nicht nur um einiges einfacher sondern auch bezahlbar geworden ist?

An dieser Stelle möchte ich unbedingt meinen Dank für die Selfpublisher-Bibel zum Ausdruck bringen! Da sollte wirklich jeder mal rein gelesen haben, bevor er ernsthafte Unternehmungen anstrebt. Und auch heute ist sie immer wieder einen Blick wert!

Ihr wisst ja wie das läuft: Hochladen, fertig. Und schon kommen die Leser. Begeisterungsstürme, positive Rezensionen. Haha. NICHT.

Man wirft sich praktisch selbst in den Ring und dann beginnt die Tretmühle. Wie mache ich eigentlich Werbung? Warum habe ich mir vorher keine Gedanken darüber gemacht? Warum kauft niemand mein Buch? Ist es schlecht? Oder nur unsichtbar? Mach ich mal eine Preisaktion? Ja, heute haben es 3 Leser gekauft! Mal schauen, wie viele es morgen werden … Was? Warum hat es heute wieder keiner gekauft? Einer hat es sogar zurückgegeben? So etwas geht??

Alles doch nicht so einfach?

Es ist wirklich nicht so einfach, Autor zu sein, wie viele glauben. Das darf ruhig mal gesagt werden! Gerade als Selfpublisher bleibt doch wirklich alles an einem kleben. Ich habe mein Wissen um die Branche in nur einem Monat um geschätzte 8500% gesteigert. Kein Kunststück: Wie viele andere vor (und auch nach) mir hatte ich schlicht KEINE Ahnung, was da alles auf mich zukommt. Lässt man sich davon abschrecken? Nein, natürlich nicht! Mein Buch ist jetzt da, also soll es gefälligst gelesen werden!

Nachdem sich nach einigen Wochen doch eine Reihe Leser gefunden hatten, die auch gar nicht mal schlecht bewertet haben, stellte sich langsam eine gewisse Form der Zufriedenheit ein. Aber noch gab es meinen Roman „nur“ als ebook. Hatte mich nicht die eine Leserin angeschrieben und nach einem Print gefragt? Hm, dann schauen wir uns doch mal an, was ein Buchsatz ist, kann ja nicht so schwer sein … Kann ich mein 1-2-3-Cover von KDP auch fürs Print nehmen? Oha, für mein Cover hatte es furchtbare Kritik gehagelt, ich muss unbedingt ein Neues erstellen! Dann schauen wir uns eben mal GIMP an. Sieht ja gar nicht mal … so … leicht aus 😦

Leserunde bei Lovelybooks? Check. Jemand hat nach passenden Lesezeichen gefragt: Check. Im Forum schreibt einer „Du musst unbedingt die Lokalzeitungen auf dich aufmerksam machen“ – Check (von 8 kontaktierten schickte wirklich eine einen Redakteur zu mir nach Hause). Blogger fragen nach Gratis-Prints – … äh … Check 😦 Und jetzt wäre es mal langsam an der Zeit für eine erste Lesung …

Kurzum: Ein Fulltime-Job, bei dem man an manchen Tagen nicht weiß, wofür man das tut und ob es etwas bringt. Man macht 3 Schritte vor und 7 zurück. Jeden Tag. Und stets sieht man, wie ein Anderer wieder was Neues macht. Und versucht mitzuhalten, nachzuziehen. Überholen klappt schon mal gar nicht!

Wenn nach einigen Monaten die Verkäufe gegen 0 gehen, keine Preisaktion, kein Gewinnspiel, kein Werbepost … einfach NICHTS mehr die Wende bringen mag, dann geht langsam der Akku zur Neige. Soll es das gewesen sein? Zumindest für mich war das der Tiefpunkt. Und der Moment zu resümieren, ob mir dieser kurze Ausflug in die Bücherwelt schon reicht. Oder ob da noch was geht …

Die Entscheidung war recht schnell klar: Kostspielige Marketingstrategien oder dubiose Dienstleister in Anspruch nehmen, das kam nie in Frage – nicht allein, weil ich es mir nicht leisten kann. Die Philosophie, die hinter einem Verlag (im wörtlichen Sinne) steckt, das war es, was ich mir für mein Buch wünschte.

Endlich kommt er zum Punkt

Ja, ich habe weit ausgeholt, aber das war auch notwendig. Wie also habe ich „meinen“ Verlag gefunden und – was noch wichtiger ist – ihn überzeugt, mein Buch zu verlegen? Verlage gibt es wie Sand am Meer, und auch ich sah den Wald vor lauter Bäumen nicht. Google hilft auch nur bedingt weiter. Testet es selbst: Die oberen Suchergebnisse sind nicht gerade die attraktivsten. Da tummeln sich gerne die sogenannten DKZV (DruckkostenZUSCHUSSverlage), und so etwas wünschen wir uns nicht für unser Buch!

Also schaute ich, was treiben denn die Kollegen so? Welche Bücher teilen begeisterte Leser und welcher Verlagsstempel prangt darauf? Machen wir es mal kurz: Ich habe letztlich 7 Verlage angeschrieben und innerhalb 4 Monate 5 Absagen, 1 Hinhaltetaktik (Dieser „Verlag“ ist inzwischen sogar vom Erdboden verschwunden) und 1x gar keine Antwort erhalten.

Am Ende war es doch ein wenig Zufall: Auf Facebook sah ich die Werbeanzeige eines Verlags, dessen ganze Aufmachung mich sofort neugierig machte, also besuchte ich seine Webseite und informierte mich eingehend. Und JETZT komme ich endlich zum entscheidenden Punkt: In meinem Fall war es so, dass das Verlagsmotto einfach unglaublich zu meinem Roman passte. Oder umgekehrt? In Stichworten: Thriller/Crime – erwachsen – moralisch – tiefgründig – düster. Auf dieses Motto habe ich mich bei meiner Bewerbung natürlich auch bezogen und – was soll ich sagen – letztlich hat mein Roman den Verlag überzeugt! Im Mai wird DAS PLAGIAT über ihn neu erscheinen.

Und hieraus leite ich nun meine Tipps für Euch ab, von denen ich überzeugt bin, dass sie zu einem Erfolg bei der Verlagssuche beitragen können:

1. Schau dir das Verlagsprogramm an!

Verlegt der Verlag das Genre, zu dem dein Roman passt? Studiere die Webseite, welche Bücher sind dort im Programm? Passt deines rein, oder könnte es trotz abweichenden Themas eine Bereicherung des Programms sein? Schreibt ein reiner Fantasy-Verlag auf seiner Seite, er verlege „ausschließlich Fantasy“, kann man sich die Bewerbung dort mit seinem Großstadtkrimi wirklich schenken …

2. Gibt es ein Verlagsmotto?

Je düsterer, umso besser – Überraschende Wendungen – Tiefgründige Charaktere – … Spricht dich das Verlagsmotto mehr als an, soll heißen: du findest dich und deine Geschichte dort direkt wieder, kann das ein deutliches Indiz sein! Auch dem Verlag wird beim Lesen deines Exposés oder Manuskripts schnell auffallen, dass sich die Richtung deckt. Das kann eine Eintrittskarte sein …

3. Nimm Kontakt auf!

Persönlicher Kontakt ist in unserer Zeit selten geworden, aber nichtsdestotrotz noch immer sehr wichtig! Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen, ein Dutzend E-Mails in die Welt hinauszuschicken. Zurücklehnen und auf eine positive Antwort warten, das kann ganz schön lange dauern. Ein Anruf kostet heutzutage ebenso NIX, ist aber sicher nicht umsonst. Im persönlichen Gespräch kann man viel leichter einige Eckpunkte abklären, die über Genre und Seitenzahl hinausgehen. Man stellt seinen Roman viel näher vor und vor allem: die Person, die ihn geschrieben hat. Landet die E-Mail mit dem Exposé im Anschluss beim Verlag, wird man sich an dich erinnern! Und dann landet dein Meisterwerk nicht sofort im Papierkorb, wie so viele andere …

4. Schick mehrere Pferde ins Rennen!

Suchst du einen Job, dann streckst du die Fühler in viele Richtungen aus, in der Hoffnung, das eine deiner Bewerbungen auch auf Anklang stößt. Dann mach das auch mit deinem Manuskript! Du hast ja gar nicht genug Lebenszeit, um einen nach dem anderen abzuarbeiten. Rechne mal: Wenn Verlag 1 sich 3 Monate Zeit zur Prüfung erbittet, der nächste will wenigstens 6 Wochen, und ein anderer nennt bis zu 6 Monate ’nicht ungewöhnlich‘, dann geht da schon mal schnell ein Jahr drauf! Alles vorausgesetzt, dass du überhaupt Antwort erhältst! Also, sende JEDEM deiner Meinung nach potenziellen Verlag dein Manuskript zu. Die meisten Verlage akzeptieren oder wünschen das sogar per Mail, in Papierform bekommt man es eh nicht zurück … Wenn du dich bei mehreren Zusagen nachher zwischen 2 oder 3 Verlagen entscheiden müsstest, ja das wären dann wirklich Luxusprobleme 😉

5. Achte die Form!

Der Verlag beschreibt meist ganz eklatant, WIE das Manuskript auszusehen hat. Dies hat meist den Grund, dass derjenige, der es prüft, ein für ihn gut lesbares Schriftbild erhält, sich großzügig Notizen machen kann und das Manuskript/Exposé auch einer Person zuordnen kann. Also achte auch darauf! Formatiere deine Datei exakt so, wie vorgegeben: Hochformat, Seitenränder, Seitenzahlen, Schriftart, Schriftgröße, Kopfzeile mit Namen, Titel, Adresse, Telefonnummer. Was fordert der Verlag? Erstmal nur Exposé, oder auch eine Leseprobe von 25 Seiten, 30 Seiten? Das vollständige Manuskript (eher unwahrscheinlich)? Darauf sollte man peinlich achten, um im Keim kein K.O.-Kriterium zu liefern. Stellt der Verlag keine eigenen Anforderungen, so orientiere dich bei anderen, wie es in etwa aussehen sollte.

6. Sei du selbst!

Dieser Tipp sollte dich überhaupt auf deiner weiteren Reise als Autor/in begleiten. Mach nichts aus dir, das du nicht bist! Bleibe authentisch, hebe nicht ab, erfinde nichts, übertreibe nicht! Wenn du Mutter einer fünfköpfigen Familie bist und zwischen Wäschebergen schreibst, dann ist daran nichts peinlich. Das ist dein Hintergrund, und das macht dich (und dein Werk) auch authentisch! Auch bei späteren Lesungen oder Messebesuchen musst du dich nicht in einen Anzug stecken, wenn du lieber Jeans trägst. Der Leser möchte immer den Menschen hinter dem Roman kennen lernen, und keine weitere Kunstfigur. Und genauso will das der Verlag. Also, bleib bei einem Telefonat oder im persönlichen Gespräch du selbst. Viele positive Beispiele – von der Hartz-4-Empfängerin über den Feuerwehrmann bis zum Kripobeamten – beweisen es.

Mein Fazit

Das war es eigentlich schon, mein kleines feines ‚Erfolgsrezept‘. Selbstverständlich erhebt es keinen Anspruch einer Garantie oder gar auf Vollständigkeit. Aber es ist der Weg, den ich beschritten habe, und er führte mich zum Ziel. Und ich betone, dass ich wenig von Glück oder Zufall halte. Vor allem mit dem Hintergrund, dass ein Verlag ein gewinnorientiertes Unternehmen ist, dass in erster Linie GELD verdienen muss, egal wie idealistisch die Macher dahinter auch sein mögen. Ein Buch muss gut sein – und passen muss es. Es gibt keinen Königsweg, aber man kann von vornherein viele Fehler vermeiden, einiges so richtig „steuern“ und somit seine Chancen, dass es klappt, deutlich verbessern.

Ich freue mich über Ergänzungen, Anmerkungen, oder sogar Diskussionen über das Thema! Jeder ist herzlich dazu eingeladen!