Dank Selfpublishing für einen Verlag „verbrannt“?

Einmal SP – immer SP?

Kann es sein, dass man sein heißgeliebtes Manuskript durch eine SP-Veröffentlichung dauerhaft für Verlage uninteressant macht? Am Ende sogar sich selbst als Autor? Ein interessanter Post auf Facebook – aber mehr noch die skurrilen Antworten darauf – haben mich gestern zu einem weiteren Blogbeitrag inspiriert.

Der folgende Schlagabtausch ist aus dramaturgischen Gründen gestrafft worden, der Sinn dahinter blieb natürlich erhalten:

E.H. fragte (völlig zu recht!): „Kann man ein Buch, was bereits via Selfpublishing als E-Book erschienen ist, nachträglich noch einem Verlag anbieten?“

 1. Antwort darauf war ein verhaltenes, aber immerhin Mut machendes: Laut dem Internet sollte man das nicht tun. Aber ich würde es trotzdem versuchen, was hast du schon zu verlieren?“
Schöne Diskussion, könnte man meinen. Dann aber kam M.M. ins Spiel:
M.M.: „Klar gesagt, nein.“
Jemand anderes fragte direkt:
E.M.: „Was ist mit der einen Autorin, die über Amazon berühmt wurde und so von einem Verlag entdeckt und unter Vertrag genommen wurde?“
Ja genau! Was war nochmal mit dieser … Dings … Na, egal, aber bei der hat das doch auch mal geklappt! Aber M.M. scheint in der Beziehung gnadenlos zu sein:
M.M.: „Sowas gibt es, aber das ist die Seltenheit. Amazon kauft auch gerade viele Kleinbuchhandlungen auf und Druckereien, da reine Amazon Autoren zum Glück Buchhandelssperre haben. Amazon fördert auch nur ein Mikroanzahl der Autoren, ein seriöser Verlag pflegt seine Autoren.“
Ich wusste gar nicht, welche Frage ich darauf zuerst stellen wollte:
Amazon kauft Buchhandlungen und Druckereien?
reine Amazon Autoren (Was ist das?) haben zum Glück Buchhandelssperre (?) (zum Glück??)
Amazon fördert eine Mikroanzahl an Autoren (wen und wie?)
Deshalb, und weil noch mehr Angst vor all den seltsamen Antworten hatte, habe ich mich schlicht mal mit einer gegenteiligen Meinung eingebracht:
Daniel Möller: „Nicht immer gleich NEIN rufen. Doch, das geht!“
und habe auf meinen Blogbeitrag vom 22.10.2016 verwiesen.
Danach ging es etwas netter zu. Neue Personen brachten auch neuen Mut:

B.M.: Du kannst grundsätzlich alles anbieten, wenn du die Rechte dazu hast. Ob sich dafür jemand interessiert, steht auf einem anderen Blatt. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Viel Glück!

 E.H. (zum Glück nicht entmutigt worden)Im Grunde denke ich auch, versuchen kann man es auf jeden Fall und wie E.M. schon geschrieben hat: es gibt nichts zu verlieren

Aktuell macht M.M. weiterhin schlecht Wetter mit seltsamen Aussagen (Sie hat Connections zu Großverlagen … generell werden nur Auftragsarbeiten veröffentlicht …), die ich nicht mehr weiterverfolgen möchte. Ich komme stattdessen gleich zum Punkt.

Warum ich glaube, dass noch nicht aller Tage Abend ist

Ich kann wie immer nur von meinem Standpunkt aus argumentieren. Wie in meinem letzten Blogbeitrag beschrieben, hat es bei mir ja geklappt. Mein Roman war 1 volles Jahr als ebook und Taschenbuch im Handel. Ich habe eine Lesung gehalten, ich bin durch Buchhandlungen getingelt, habe Werbung betrieben …
Ich habe also ALLES Erdenkliche unternommen, um mein Buch auf dem Markt ordentlich zu verbrennen! Aber das ist gar nicht so einfach, wenn du ganz klein bist. Und allein. Und ein sehr leises Stimmchen hast.
Mein Buch hatte gute Resonanz. Aber ich wusste, dass ich kaum wen damit erreicht hatte. Ich braucht mehr Reichweite. Aber wie?
Ich wollte aufgeben, denn finanziell zu stemmen war das für mich nicht. Nicht ohne die Aussicht auf Erfolg. Das war einer der Gründe für die Suche nach einem Verlag. Und warum habe ich mich eigentlich erdreistet, mein verhunztes Produkt überhaupt noch wem anzubieten? Es sprachen durchaus Gründe dafür, dass mein Roman noch nicht verglüht war:
Abgeschlossenes Manuskript
– Bisher wenig Verkaufszahlen
– Gute bis sehr gute Bewertungen
Wachsende Fanbase
Folgeromane im Anschlag
Diese Gründe habe ich dem Verlag im Anschreiben mitgeteilt. Inwieweit sie ausschlaggebend dafür waren, dass mein Manuskript angenommen wurde, kann ich nicht beurteilen. Was aber Fakt ist:
DIE VERÖFFENTLICHUNG ALS SP WAR DEFINITIV KEIN AUSSCHLUSSKRITERIUM!
Ich könnte sogar Kollegen als Beispiel nennen, die OHNE Bewerbung seriöse Vertragsangebote erhalten haben!
Also, bitte, traut Euch einfach!
Es ist niemals zu spät. Das wisst Ihr doch 😉
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Autor:

Die Seite ist meiner schriftstellerischen Tätigkeit gewidmet.

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