Und der Tag hatte so gut begonnen …

… und Henri hätte zumindest das Frühstück mit seiner Sara genießen können. Doch er machte einmal mehr alles falsch, was man falsch machen konnte:

 

»Heute wird es also später bei dir?«, fragte Sara. Henri antwortete nicht, sondern sah beschämt in seine Müslischale.

»Ich frage wegen dem Abendessen, Schatz.«

Er blickte auf.

»Nun, ich weiß es nicht genau. Wir müssen immerhin nach Augsburg, und wie lange es vor Ort dauert, kann ich nur schwer abschätzen.«

»Wir? Fährt Stefan mit?«, fragte Sara interessiert.

Schreck lass nach. Natürlich hatte er es gestern nicht erwähnt und insgeheim gehofft, es würde überhaupt nicht zur Sprache kommen. Sicher, Henri hätte jetzt lügen und sich aus dem Staub machen können. Aber seine Lebenserfahrung und besonders die Ehe mit Sara hatten ihn eins gelehrt: Alles kommt irgendwann heraus.

Das Risiko war einfach zu hoch, dass dieser Bumerang früher oder später zurück flog, weshalb Henri ihr besser gleich reinen Wein einschenkte.

»Nein. Krüger will, dass diese Irina mitkommt«

»Ach so«, sagte Sara harmlos. Aber es klang überhaupt nicht danach. Henri startete einen Versuch, sie zu beschwichtigen, wenn das überhaupt möglich war.

»Sie soll wohl auch mal andere Aufgaben wahrnehmen, deshalb soll sie mit, um etwas dazuzulernen.«

»Na dann, viel Erfolg.«

Henri beließ es nun dabei, denn es konnte nur noch schlimmer werden. Ab dieser Stelle wäre die Suche nach den richtigen Worten wie Topfschlagen im Minenfeld gewesen …

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Autor:

Die Seite ist meiner schriftstellerischen Tätigkeit gewidmet.

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